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14.12.20 - 15:14 Uhr

Neuer Betriebskostenspiegel für Sachsen

Aktueller Betriebskostenspiegel für Sachsen mit Werten aus dem Abrechnungsjahr 2018 veröffentlicht

(lvs) Mieter müssen in Sachsen im Durchschnitt 2,23 €/m²/Monat für Betriebskosten bezahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die sogenannte zweite Miete bis zu 2,68 €/m²/Monat betragen. Für eine 80 m² große Wohnung ergeben sich somit durchschnittliche Betriebskosten in Höhe von 2.572,80 €. Das sind Ergebnisse des aktuellen Betriebskostenspiegels für Sachsen, den der Deutsche Mieterbund in Zusammenarbeit mit den sächsischen Mietervereinen nach Auswertung der Abrechnungsdaten 2018 von etwa 4.692.000 Quadratmetern Mietwohnfläche veröffentlichte.

Regionale/lokale Unterschiede groß

Besonders bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser und Müllbeseitigung ergeben sich regional bzw. lokal teilweise erhebliche Preisunterschiede bei Ver- und Entsorgern. Das gilt auch für Heizkosten und Warmwasser.

Heizung und Warmwasser 2018

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2018 stabil geblieben und liegen im Durchschnitt bei 1,03 Euro/qm/Monat. Hier wird die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse, den energetischen Zustand der Wohnung und starken Preisunterschieden sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme, als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern bestimmt.

Die von uns ausgewerteten Daten weisen eine Bandbreite von 0,49 bis 1,56 Euro/qm/Monat auf. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung ergeben sich somit durchschnittliche Heiz- und Warmwasserkosten in Höhe von 1017,60 Euro im Jahr. Letztlich entfallen rund 50 Prozent der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser.

„Ziel des Betriebskostenspiegels ist es, Transparenz und Vergleichbarkeit sowohl für Wohnungssuchende als auch für die sächsischen Haushalte herzustellen, die jährlich Betriebskostenabrechnungen erhalten“, so die Vorsitzende des DMB Landesverbandes Sachsen, Anke Matejka. Gleichzeitig soll der Betriebskostenspiegel Anhaltspunkte für eine Überprüfung der Abrechnung nach Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten liefern und Vermietern Hinweise geben, wo Einsparmöglichkeiten existieren und Maßnahmen eingeleitet werden sollten, um überhöhte Betriebskosten zu reduzieren.

Die Mietrechtsexpertin macht darauf aufmerksam, dass mit Hilfe des Betriebskostenspiegels keine verbindlichen Überprüfungen der Abrechnungen oder der einzelnen Kostenhöhen durchgeführt werden können. Abweichungen von den Durchschnittswerten des Betriebskostenspiegels sollten aber für Mieter Anlass sein, einzelne Kostenpositionen genauer im Rahmen einer Belegeinsicht zu überprüfen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Abrechnung Werte ausweist, die deutlich über den Daten des Betriebskostenspiegels liegen.

Der Betriebskostenspiegel für Sachsen kann über die Internetseite des DMB- Landesverbandes Sachsens (www.mieterbund-sachsen.de) unter der Rubrik Infos eingesehen und heruntergeladen werden.