Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können daher diese Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

21.01.20 - 11:53 Uhr

Neuer Betriebskostenspiegel 2019 für Sachsen veröffentlicht

Betriebskostenspiegel für Sachsen mit Werten aus dem Abrechnungsjahr 2017 weist durchschnittliche Kosten für 15 Positionen aus

(lvs) Der DMB Landesverband Sachsen e.V. veröffentlichte jetzt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2017 den aktuellen Betriebskostenspiegel 2019 für Sachsen. Dem Betriebskostenspiegel liegen 6,139 Millionen Quadratmeter Mietwohnungsfläche zugrunde. Im Durchschnitt mussten Mieter tatsächlich 2,36 Euro/qm und Monat an Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen – dabei wird unterstellt, dass alle Betriebskostenarten im Einzelfall anfallen – kommt man auf eine Preisspanne zwischen 2,06 und 3,20 Euro/qm und Monat und durchschnittlich 2,59 Euro/qm und Monat. Nicht in jeder Betriebskostenabrechnung sind jedoch alle Betriebskostenarten enthalten.

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2017 stabil geblieben und liegen im Durchschnitt bei 1,03 Euro/qm/Monat. Hier wird die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse, den energetischen Zustand der Wohnung und starken Preisunter-schieden sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme, als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern bestimmt. Während zum Beispiel die Kosten für ölbeheizte Wohnungen spürbar angestiegen sind, sanken die Kosten für Gas und Fernwärme.

Die von uns ausgewerteten Daten weisen eine Bandbreite von 0,74 bis 1,89 Euro/qm/Monat auf. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung ergeben sich somit durchschnittliche Heiz- und Warmwasserkosten in Höhe von 988,80 Euro im Jahr. Letztlich entfallen rund 50 Prozent der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser.

Ein Betriebskostenspiegel dient als Orientierungshilfe für Wohnungssuchende, Mieter, Vermieter, Verwalter und Behörden. Er schafft Transparenz, liefert Anhaltspunkte für die Prüfung von Abrechnungen nach dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit und gibt Hinweise über Einsparmöglichkeiten. Er ist jedoch kein rechtsverbindliches Dokument. Aufgrund erheblicher Unterschiede in der Ausstattung und Beschaffenheit der Grundstücke und Gebäude sowie im Verbrauchsverhalten der Nutzer können die individuellen Kosten mehr oder weniger von den Durchschnittswerten abweichen. Andererseits können auch Abrechnungsfehler, unzulässige bzw. unwirtschaftliche Kosten oder fehlerhafte Umlageschlüssel Ursachen für Mehrkosten sein. Der Landesverband Sachsen rät Mietern deshalb in jedem Fall zu einer Prüfung ihrer Betriebskostenabrechnung, und das nicht nur, wenn eine Nachzahlung gefordert wird.

Der neue Betriebskostenspiegel 2019 für Sachsen ist auf der Internetseite des DMB Landesverband Sachsen e.V. (www.mieterbund-sachsen.de) unter der Rubrik Infos abrufbar.